Wer daran denkt, seine Immobilie in München zu verkaufen, sollte immer auf eine sachgerechte Gestaltung des Kaufpreises achten – diese ist für den Verkaufserfolg nämlich essentiell. Wird der Kaufpreis zu hoch angesetzt, läuft man Gefahr, angesichts einer möglichen ausbleibenden Nachfrage den Kaufpreis reduzieren zu müssen. Es empfiehlt sich immer, die Preisempfehlung eines professionellen Immobilienmaklers einzuholen oder sich zusätzlich einen Überblick auf einschlägigen Portalen zu verschaffen. Grundlegend muss sich der Angebotspreis einer Immobilie danach bemessen, was eine potentieller bereit wäre, für die anvisierte Immobilie zu bezahlen. Näheres wird im Paragraphen 194 des BauGB bestimmt: … „Der Verkehrswert (Marktwert) wird durch den Preis bestimmt, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.“ Wer den Immobilienmarkt in der Stadt München und im Umkreis kennt, weiß jedoch, dass der Preis einer Immobilie und der eigentliche Wert einer Immobilie nicht immer deckungsgleich sein müssen, schließlich richtet sich der Preis einer Immobilie nach Angebot und Nachfrage – dieser wird immer zwischen Käufern und Verkäufern ausgehandelt. Häufig sind es auch individuelle Faktoren, die im Vordergrund stehen – Markpreis und objektiver Verkehrswert sind eher von geringer Bedeutung, gerade in München. Um eine fundierte Preisempfehlung vornehmen zu können, müssen sich sowohl Käufer als auch Verkäufer einer Immobilie für sie relevante Fragen zu beantworten. Auf der Käuferseite etwa, was die Wunschimmobilie objektiv im Hinblick auf den Bodenrichtwert, die von der Gemeinde vorgenommene Kaufpreissammlung und das Verkehrswertgutachten wert ist. Oder aber auch. welcher Kaufpreis im Hinblick auf Angebot und Nachfrage bei interessierten Käufern angesetzt werden kann. Ein möglicher Kaufinteressent hingegen muss sich die Frage stellen, was ihm die Immobilie eigentlich wert ist, und wieviel er tatsächlich bereit ist, dafür zu zahlen. Zudem wäre es von großer Bedeutung zu wissen, was ein anderer Kaufinteressent bereit ist, für die gewünschte Immobilie zu zahlen.